Verantwortung in der Krise

"Das Schiff hatte zum Zeitpunkt des Blickkontaktes mit dem Eisberg eine Fahrt von 22 Knoten, also volle Fahrt." (Faszination Titanic, 2009)

Wie soll verantwortungsvoll in einem Negativzinsumfeld investierT Werden?

Pensionskassen bläst durch das negative Zinsumfeld ein eisiger Wind entgegen. Das Problem, die benötigte Rendite ohne unverantwortbare, zusätzliche Risiken zu erwirtschaften, scheint einem gordischen Knoten gleichzukommen.

In der Swiss Pension Conference 15 soll dieses Thema aufgenommen werden und Lösungsansätze zu den nachfolgenden Fragestellungen erörtert werden:

  • Wie können die Pensionskassen in einem Negativzinsumfeld ihre treuhänderische Pflicht gegenüber den Versicherten wahrnehmen? 
  • Welche Anpassungen sind im Hinblick auf die Anlagestrategie notwendig? Ist es ein gangbarer Weg, mit der langfristigen Strategie weiterzumachen wie bisher, oder brauchen wir sogenannte dynamische Strategien?

  • Welche Massnahmen, die über eine Anpassung der Anlagestrategie hinausgehen, sollen Pensionskassen zusätzlich in die Wege leiten?

Was das Ableiten einer strategischen Asset Allocation betrifft:

  • Was sind die kurzfristigen Auswirkungen des aktuellen Makroumfelds auf die erwarteten Renditen und wie sieht es langfristig aus?
  • Welche strukturellen Folgen hat dieses Umfeld auf die einzelnen Anlageklassen?
  • Was eröffnen sich für neue Chancen?
  • Wird sich die Einstellung und das Verhalten der Pensionskassen in Bezug auf die Währungsabsicherung verändern?

Schliesslich muss in Erwägung gezogen werden, dass die erzielbaren Erträge wesentlich zu tief ausfallen werden:

  • Wie soll die entstehende Finanzierungslücke durch ausbleibende Erträge von den unterschiedlichen Akteuren (Aktive, Rentner, Arbeitgeber) geteilt werden?
  • Soll eine aktive Kommunikationsstrategie gegenüber den Akteuren verfolgt werden, damit sich diese frühzeitig über die Konsequenzen bewusst werden?

Ist in einer Welt, in welcher der dritte Beitragszahler ausfällt, die relative Attraktivität eines Umlageverfahrens gegenüber einem kapitalgedeckten System vorzuziehen?

Akut ist die Problematik insbesondere im schweizerischen System, in welchem unzureichende Anlageerträge zu einer Umverteilung von der jüngeren zur älteren Generation in der Altersvorsorge führt und damit den Generationenvertrag gefährdet.